
make it. menschen machen kultur
make it! – das neue Kulturformat des Hessischen Rundfunks (hr) zeigt Menschen aus der Kulturszene Hessens hautnah. Die dritte Folge der zweiten Staffel begleitet den Historiker Maximilian Kutzner aus Rasdorf, der in Osthessen verborgene Kapitel deutscher Geschichte freilegt und daraus neue, zeitgemäße Formen der Erinnerung entwickelt.
Am Dienstag, 11. August, um 22 Uhr wird die neue Reportagenfolge im hr-Fernsehen erstmals ausgestrahlt.
Worum es geht? Auf dem Iron Curtain Trail fährt Maximilian Kutzner mit dem Fahrrad entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, sammelt Geschichten von Zeitzeugen und sucht neue Perspektiven an Orten wie Point Alpha.
Parallel arbeitet er an der erstmaligen Aufarbeitung von NS-Zwangsarbeit in den unterirdischen Kali-Stollen, deren Existenz sichtbar, aber deren Geschichte bis heute verdrängt ist – auch, weil ein großer Konzern den Zugang verweigert.
make it! zeigt seinen Kampf um Aufklärung und gegen Geschichtsvergessenheit. Kann er Geschichte lebendig halten, damit „nie wieder“ wirklich nie wieder passiert? Die dritte Folge der zweiten Staffel make it! über Maximilian Kutzner und seine zeitgemäßen Formen der Erinnerung läuft am 11. August 2026 um 22 Uhr im hr-Fernsehen und ist danach in der ARD Mediathek abrufbar.
Foto und Text: Kathleen Witt/Hessischer Rundfunk
Vor der Kamera
In meiner Arbeit geht es um gute Geschichten. Und ich freue mich, wenn ich einige davon auch einem großen Publikum erzählen darf. Das durfte ich bei den Dreharbeiten für „make.it! – Menschen machen Kultur“ beim Hessischen Rundfunk zeigen. Als einer der Protagonisten hat mich das Kamerateam bei meiner Arbeit rund ein halbes Jahr begleitet – dorthin, wo Geschichte entsteht, erzählt und manchmal auch neu entdeckt wird.
Vor der Kamera fühle ich mich wohl. Mir ist es wichtig in meinen Moderationen, historische Zusammenhänge verständlich erzählen und spontan auf Menschen und Situationen reagieren. Dabei möchte ich bewusst etwas frischen Wind in die oft etwas gesetztere Riege der Historiker vor der Kamera bringen. Mehr Neugier, weniger Vortrag, mehr Begegnung.
Denn Geschichte beginnt für mich häufig mit einem Gespräch. Mit Zeitzeugen, Museumsleuten, Forschern oder Menschen, die plötzlich eine alte Kiste auf dem Dachboden öffnen. Mich interessieren ihre Geschichten – und die überraschenden Wege, auf denen daraus Geschichte wird.
Das Fundament bleibt dabei immer die Wissenschaft: Als promovierter Historiker verbinde ich fundierte Recherche und fachliche Einordnung mit einer lebendigen, zugänglichen Erzählweise. Ich probiere aber auch gerne neue und unkonventionelle Formate aus und habe keine Scheu davor, Geschichte anders zu präsentieren.
Die Dreharbeiten mit dem Hessischen Rundfunk haben vor allem eines gezeigt: Geschichte funktioniert vor der Kamera – wenn man sie nicht nur erklärt, sondern erlebt.


Die geschichtsmanufaktur Kutzner
bei RTL-Hessen
RTL Hessen berichtete über das Digitale Museum in Obbornhofen. Besondere Aufmerksamkeit lag dabei auf der Aufarbeitung der NS-Zeit und der Geschichte der Synagoge des Ortes. Im Beitrag sind auch die von uns produzierten Zeitzeugenvideos zu sehen.



